Reflow-Löten vs. Wellenlöten: Verfahren, Vorteile und Einsatzbereiche im Vergleich
Best Practices 5. März 2026 15 Min.

Reflow-Löten vs. Wellenlöten: Verfahren, Vorteile und Einsatzbereiche im Vergleich

Reflow oder Welle? Der Praxisleitfaden vergleicht beide Massenverfahren mit Prozessdaten, Defektanalyse, IPC-Normen und einer Entscheidungshilfe — inklusive selektivem Löten und Pin-in-Paste als dritte Alternative.

Hommer Zhao

Hommer Zhao

Gründer & CEO, WellPCB

Reflow-Löten und Wellenlöten sind die beiden dominierenden Massenverfahren in der elektronischen Baugruppenfertigung. Das eine schickt SMD-bestückte Leiterplatten durch einen präzise gesteuerten Ofen, das andere zieht bedrahtete Bauteile durch eine Welle aus geschmolzenem Lötzinn. Welches Verfahren Ihr Projekt braucht — und wann ein dritter Weg sinnvoller ist — zeigt dieser Praxisleitfaden.

SMT-Bestückungsautomat bei der Platzierung von Bauteilen vor dem Reflow-Löten

Das Wichtigste in Kürze

Reflow-Löten ist der Standard für SMD-Baugruppen und erreicht Fehlerquoten unter 1 %. Wellenlöten bleibt für THT-lastige Serienproduktion kosteneffizient, erfordert aber bei bleifreiem Lot deutlich mehr Prozessoptimierung. Bei Mixed-Technology-Boards gewinnt selektives Löten mit einem Markt-CAGR von 8,6 % zunehmend an Bedeutung.

Was ist Reflow-Löten? — Grundlagen und Funktionsweise

Beim Reflow-Löten wird Lotpaste (eine Mischung aus Metallpartikeln und Flussmittel) auf die Leiterplatten-Pads aufgetragen, anschließend werden SMD-Bauteile per Pick-and-Place-Automat platziert. Die gesamte Baugruppe durchläuft dann einen Reflow-Ofen mit vier definierten Temperaturzonen.

Vorwärmzone

1,5–3 °C/s

Rampe bis 150 °C, Flussmittelaktivierung

Soaking-Zone

150–200 °C

60–120 s, Temperaturausgleich

Reflow-Zone

235–250 °C

TAL 30–90 s (SAC305)

Kühlzone

max. 4 °C/s

Kontrollierte Erstarrung

Der Lotpastenauftrag erfolgt üblicherweise per Schablonendruck (Stencil Printing). Für Prototypen und Kleinserien kommt auch Jet-Dispensing zum Einsatz. Die Pasteninspektion (SPI) vor der Bestückung ist entscheidend: Über 60 % aller Reflow-Defekte lassen sich auf fehlerhaften Pastenauftrag zurückführen.

Neben dem klassischen Konvektions-Reflow existiert das Dampfphasenlöten (Vapor Phase), bei dem eine inerte Flüssigkeit (PFPE) den Wärmetransfer übernimmt. Der Vorteil: eine natürliche Temperaturdecke bei ca. 230 °C und ein Wärmeübergangskoeffizient von 100–400 W/m²K — das 5- bis 10-Fache des Konvektions-Reflow.

Hommer Zhao

Der Reflow-Prozess steht und fällt mit dem Temperaturprofil. Ein falsch eingestelltes Profil erzeugt Tombstoning, Head-in-Pillow-Defekte oder kalte Lötstellen — alles Fehler, die erst beim Kunden auffallen.

Hommer Zhao

Gründer & CEO, WellPCB

Was ist Wellenlöten? — Grundlagen und Funktionsweise

Beim Wellenlöten wird die Unterseite der bestückten Leiterplatte über eine stehende Welle aus geschmolzenem Lötzinn gezogen. Das Verfahren wurde in den 1950er-Jahren entwickelt und ist bis heute der Standard für die Massenlötung bedrahteter (THT) Bauteile.

Through-Hole-Bestückung mit bedrahteten Bauteilen vor dem Wellenlöten

Der Prozess durchläuft vier Schritte:

  1. Flussmittelauftrag — Sprühfluxer oder Schaumfluxer benetzt die Unterseite.
  2. Vorheizen — Infrarot- oder Konvektionsheizung bringt die Baugruppe auf 100–120 °C.
  3. Lötwelle — Die Leiterplatte fährt mit 1–2 m/min über die Welle (250–260 °C, Kontaktzeit 2–5 s).
  4. Kühlung — Kontrollierte Abkühlung zur Vermeidung von Rissen.

Dual-Wave-System

Moderne Wellenlötanlagen arbeiten mit zwei Wellen: Die turbulente Chip-Wave sorgt für die initiale Benetzung auch in engen Spalten, die anschließende laminare Lambda-Wave zieht überschüssiges Zinn ab und verhindert Brückenbildung. Dual-Wave-Systeme reduzieren die Defektrate um rund 25 %.

Die optimale Wellenhöhe liegt bei 8–12 mm. Ein kritischer Faktor ist die Dross-Bildung — Oxidationsschlacke auf der Lotoberfläche. Bei bleifreiem Lot (SAC305) entsteht deutlich mehr Dross als bei verbleitem. Stickstoff-Inerting reduziert die Dross-Menge um bis zu 90 %.

Die 8 entscheidenden Unterschiede

KriteriumReflow-LötenWellenlöten
BauteiltypSMD (0201 bis BGA)THT (bedrahtet)
LötmittelLotpaste (Schablonendruck)Flüssiges Lötzinn-Bad
WärmeübertragungKonvektion (alle Seiten)Kontakt (nur Unterseite)
Typische Defektrate< 1 %2–5 %
Anlagenkosten50.000–200.000 USD20.000–100.000 USD
Peak-Temperatur (SAC305)235–250 °C250–260 °C (Lötbad)
Bleifreie Eignung Sehr gut Anspruchsvoll
N₂-BedarfOptional (verbessert BGA)Quasi-obligatorisch (bleifrei)

Die Tabelle zeigt: Die Verfahren ergänzen sich — sie konkurrieren nicht. Reflow dominiert die SMD-Welt, Wellenlöten die THT-Serienfertigung. Die wahre Herausforderung liegt bei Mixed-Technology-Baugruppen, wo beide Bauteiltypen auf einer Leiterplatte vereint werden.

Typische Lötfehler und deren Vermeidung

Jedes Verfahren hat seine charakteristischen Fehlermuster. Die Kenntnis dieser Defekte — und ihrer Ursachen — ist der Schlüssel zur Prozessoptimierung.

Reflow-Lötfehler

Tombstoning

Ein Chipbauteil (z. B. 0402) richtet sich senkrecht auf. Ursache: ungleiche Benetzungskräfte durch asymmetrischen Pastenauftrag oder ungleiche Padgrößen.

Lösung: Soak-Phase verlängern, SPI-Kontrolle, symmetrisches Pad-Design.

Head-in-Pillow (BGA)

Die Lotkugel berührt die Paste, verschmilzt aber nicht vollständig. Ursache: Oxidation der BGA-Kugel, Bauteil-Warpage oder zu niedrige Peak-Temperatur.

Lösung: Stickstoffatmosphäre, Peak-Temp. überprüfen, Bauteil-Koplanarität sicherstellen.

Voids (Lunker)

Gasblasen in der Lötstelle, besonders unter QFN- und BGA-Bauteilen. Ursache: Feuchtigkeit in der Lotpaste oder Outgassing des Leiterplattenmaterials.

Lösung: Pastenlagerung beachten, PCB vorbacken, Vakuum-Reflow.

Lötbrücken

Ungewollte Zinnverbindung zwischen benachbarten Pads, besonders bei Fine-Pitch-ICs (≤ 0,5 mm Pitch).

Lösung: Schablonenapertur optimieren, Pastenhöhe 0,12–0,15 mm.

Wellenlöt-Fehler

Bridging (Brücken)

Lötzinnbrücken zwischen benachbarten Pins. Häufig bei Pin-Abständen unter 2,54 mm.

Lösung: Dual-Wave nutzen, Bauteil quer zur Transportrichtung orientieren.

Icicles (Eiszapfen)

Spitze Lötzinn-Reste an den Pins. Ursache: zu niedrige Vorheiztemperatur oder verbrauchtes Flussmittel.

Lösung: Vorheizung auf 100–120 °C erhöhen, Flussmittel-Menge prüfen.

Solder Skips

Fehlende Benetzung einzelner Pins. Ursache: ungenügender Flussmittelauftrag, Oxidation oder falsche Wellenhöhe.

Lösung: Wellenhöhe 8–12 mm, Kontaktzeit 2–5 s, N₂-Inerting.

Exzessive Dross-Bildung

Oxidationsschlacke auf dem Lotbad verschlechtert Benetzung und erhöht Materialverbrauch. Besonders kritisch bei bleifreiem Lot.

Lösung: Stickstoff-Inerting (90 % Dross-Reduktion), regelmäßige Lotanalyse.

Hommer Zhao

Stickstoff-Inerting ist bei bleifreiem Wellenlöten keine Option — es ist Pflicht. Wir sehen bei unseren Kunden 50–60 % weniger Defekte und eine First-Pass-Yield-Verbesserung von 5–7 Prozentpunkten, sobald N₂ zum Einsatz kommt.

Hommer Zhao

Gründer & CEO, WellPCB

Selektives Löten — Die dritte Alternative

Selektives Löten kombiniert die Präzision des Handlötens mit der Wiederholbarkeit eines automatisierten Prozesses. Eine programmierbare Mini-Welle oder ein Löttopf lötet gezielt einzelne THT-Bauteile, ohne die gesamte Leiterplattenunterseite zu benetzen.

57 %

der Hersteller nutzen bereits selektives Löten

8,6 %

jährliches Marktwachstum (CAGR 2024–2031)

134 Mio. USD

prognostizierter Marktwert 2031

Selektives Löten empfiehlt sich besonders in drei Szenarien:

  • Mixed-Technology mit wenigen THT-Stellen — Statt die gesamte Unterseite über eine Welle zu fahren, werden nur die relevanten Lötstellen einzeln bearbeitet.
  • Wärmeempfindliche Bauteile — Sensoren, Elektrolytkondensatoren oder Steckverbinder in der Nähe von Lötstellen bleiben geschützt.
  • IPC-Klasse-3-Produkte — Bei High-Reliability-Anwendungen (Medizin, Luftfahrt) lässt sich jede Lötstelle individuell parametrieren.

Pin-in-Paste als Alternative

Eine weitere Option: Pin-in-Paste (Intrusive Reflow). Dabei wird Lotpaste direkt auf die Durchkontaktierungen gedruckt. Beim Reflow-Prozess fließt das Lot in die Bohrung und benetzt den Pin. Der Vorteil: Der separate Wellenlötschritt entfällt komplett. Voraussetzung ist ein enges Pin-zu-Bohrung-Verhältnis und ein entsprechend angepasstes Schablonen-Design.

Bleifreies Löten und RoHS-Konformität

Seit Inkrafttreten der EU-RoHS-Richtlinie (2006) ist bleifreies Löten für die meisten Elektronikprodukte Pflicht. Die Standard-Legierung SAC305 (Sn96,5/Ag3,0/Cu0,5) stellt beide Verfahren vor unterschiedliche Herausforderungen.

ParameterSnPb (verbleit)SAC305 (bleifrei)
Schmelzpunkt183 °C217–221 °C
Reflow-Peak210–230 °C235–250 °C
Wellen-Bad-Temp.240–250 °C250–260 °C
Benetzung Sehr gut Eingeschränkt
Dross-BildungGeringHoch (N₂ empfohlen)
Thermischer StressNiedrigHoch (+20–40 K)

Die höheren Temperaturen bei bleifreiem Löten stellen besondere Anforderungen an die Materialwahl der Leiterplatte. Standard-FR4 mit einer Tg von 130 °C kann bei bleifrei-Reflow an seine Grenzen stoßen — High-Tg-Material (Tg ≥ 170 °C) wird empfohlen.

IPC-Normen: Profilierung und Abnahmekriterien

Zwei IPC-Standards sind für die Auswahl und Qualitätssicherung des Lötverfahrens besonders relevant:

IPC-7530A

Richtlinien zur Temperaturprofilierung für alle Massenverfahren: Reflow, Welle, Selektiv, Dampfphase und Laser. Definiert Zonentemperaturen, Rampen, TAL und Kühlraten.

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IPC-J-STD-001

Anforderungen an gelötete Baugruppen in drei Produktklassen. Klasse 1: Konsumelektronik. Klasse 2: Industrieelektronik. Klasse 3: High-Reliability (Medizin, Luft- und Raumfahrt).

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Die IPC-Klasse Ihres Produkts bestimmt maßgeblich die Anforderungen an den Lötprozess. Bei Klasse 3 gelten strengere Akzeptanzkriterien für Lötstellenqualität, Void-Anteil und Oberflächenbenetzung. Dies macht selektives Löten oder Dampfphasen-Reflow oft zur bevorzugten Wahl gegenüber klassischem Wellenlöten, da die individuellere Prozesskontrolle die geforderte Qualität besser sicherstellt.

Für eine vollständige Übersicht der relevanten Normen empfehlen wir unseren Artikel Top 5 IPC-Standards für den PCB-Einkauf.

Mixed-Technology-Bestückung — Der Praxis-Workflow

Die meisten modernen Baugruppen kombinieren SMD- und THT-Bauteile. Der typische Fertigungsablauf:

SMT-Produktionslinie mit Reflow-Ofen für Mixed-Technology-Bestückung

Standard-Workflow: Mixed Technology

1

Lotpastenauftrag + SMD-Bestückung (Oberseite)

Schablonendruck → SPI → Pick-and-Place

2

Reflow-Löten (Oberseite)

4-Zonen-Profil gemäß Lotpasten-Datenblatt

3

THT-Bestückung

Manuell oder automatisiert (Odd-Form-Insertion)

4

Wellenlöten oder selektives Löten (THT-Stellen)

Wenige THT → Selektiv | Viele THT → Welle

5

Inspektion und Test

AOI → X-Ray (BGA) → ICT / Funktionstest

Bei doppelseitiger SMD-Bestückung wird die erste Seite per Reflow gelötet, die Leiterplatte gewendet und die zweite Seite ebenfalls im Reflow-Ofen verarbeitet. SMD-Bauteile auf der Unterseite werden vor dem zweiten Reflow mit Klebstoff fixiert, damit sie nicht abfallen. Details zur Bestückungstechnologie finden Sie in unserem SMD vs. THT-Vergleich.

Hommer Zhao

Die Entscheidung zwischen Wellen- und Selektivlöten hängt nicht nur von der Stückzahl ab, sondern vor allem von der Bauteilanordnung. Zehn THT-Bauteile auf einer Linie — Welle. Zehn THT-Bauteile verteilt zwischen wärmeempfindlichen SMDs — selektiv.

Hommer Zhao

Gründer & CEO, WellPCB

Entscheidungshilfe: Welches Verfahren für Ihr Projekt?

Die Wahl des richtigen Lötverfahrens hängt von vier Faktoren ab: Bauteilmix, Stückzahl, Qualitätsanforderungen und Budget. Der folgende Entscheidungsbaum hilft bei der Orientierung.

Entscheidungsbaum Lötverfahren

Nur SMD-Bauteile?Reflow-Löten

Nur THT-Bauteile, hohe Stückzahl?Wellenlöten

Mixed, wenige THT-Stellen (< 15)?Reflow + Selektiv oder Pin-in-Paste

Mixed, viele THT-Stellen (> 15)?Reflow + Wellenlöten

IPC-Klasse 3 / High-Reliability?Reflow + Selektiv (individuell parametrierbar)

Hohe thermische Masse, Prototyp?Dampfphasen-Reflow

Checkliste für die Herstellerabstimmung

Bauteiltypen und Mischungsverhältnis (SMD/THT) definiert?

IPC-Produktklasse festgelegt (Klasse 1, 2 oder 3)?

Lötlegierung spezifiziert (SAC305 oder andere)?

Stickstoff-Inerting erforderlich?

Thermisch kritische Bauteile identifiziert?

Pin-in-Paste-Eignung geprüft?

Testabdeckung festgelegt (AOI, X-Ray, ICT)?

Für eine vollständige Anfrage-Checkliste empfehlen wir unseren Artikel PCB-Anfrage richtig erstellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann man bedrahtete Bauteile (THT) im Reflow-Ofen löten?

Ja, mit dem Pin-in-Paste-Verfahren (Intrusive Reflow). Dabei wird Lotpaste auf die Durchkontaktierung gedruckt und das Lot fließt beim Reflow in die Bohrung. Bei engem Pin-zu-Bohrung-Verhältnis lässt sich so der Wellenlötschritt komplett eliminieren.

Welche Defektrate ist bei Wellen- bzw. Reflow-Löten zu erwarten?

Optimiertes Reflow-Löten erreicht Fehlerquoten unter 1 %. Beim Wellenlöten liegen typische Defektraten bei 2–5 %, können aber durch Dual-Wave-Systeme und Stickstoff-Atmosphäre um 50–60 % gesenkt werden.

Ist Wellenlöten ein Auslaufverfahren?

Nein. Wellenlöten bleibt für THT-lastige Großserienproduktion (Leistungselektronik, Industriesteckverbinder) kosteneffizient. Allerdings steigt der Marktanteil des selektiven Lötens (CAGR 8,6 %, 57 % Herstelleradoption) besonders bei Mixed-Technology-Baugruppen.

Warum ist bleifreies Wellenlöten schwieriger als verbleites?

SAC305 hat eine höhere Schmelztemperatur (217–221 vs. 183 °C), schlechtere Benetzungseigenschaften und erzeugt mehr Dross. Die Lötwelle muss auf 250–260 °C gehalten werden. Stickstoff-Inerting ist bei bleifreiem Wellenlöten praktisch obligatorisch.

Wann lohnt sich selektives Löten statt Wellenlöten?

Selektives Löten empfiehlt sich bei Mixed-Technology-Baugruppen mit wenigen THT-Bauteilen, bei wärmeempfindlichen Komponenten in der Nähe von Lötstellen und bei IPC-Klasse-3-Produkten, wo jede Lötstelle individuell parametriert werden muss.

Welche IPC-Normen regeln die Temperaturprofilierung beim Löten?

IPC-7530A definiert Richtlinien für die thermische Profilierung bei Reflow, Welle, Selektiv, Dampfphase und Laser. IPC-J-STD-001 legt die Abnahmekriterien in drei Produktklassen fest (Klasse 1: Konsumelektronik, Klasse 2: Industrie, Klasse 3: High-Reliability).

Fazit

Reflow-Löten und Wellenlöten sind keine Konkurrenten — sie sind komplementäre Verfahren für unterschiedliche Aufgaben. Der Schlüssel liegt in der richtigen Kombination:

  • Reine SMD-Baugruppen → Reflow-Löten (Konvektion oder Dampfphase)
  • THT-Großserien → Wellenlöten (mit Dual-Wave und N₂)
  • Mixed-Technology → Reflow + Selektiv oder Pin-in-Paste
  • High-Reliability (Klasse 3) → Dampfphasen-Reflow + Selektiv

Definieren Sie den Bauteilmix, die IPC-Klasse und die Stückzahl — dann ergibt sich das optimale Verfahren nahezu von selbst. Im Zweifel hilft ein Gespräch mit Ihrem Fertigungspartner, der die konkreten Anlagenkonfigurationen und Kostenstrukturen kennt.

Quellen und weiterführende Literatur

[1]

IPC-7530A — Guidelines for Temperature Profiling for Mass Soldering Processes. piektraining.com

[2]

IPC-J-STD-001 — Requirements for Soldered Electrical and Electronic Assemblies. protoexpress.com

[3]

Air Products — Benefits of Inert Gas Soldering for PCB Assembly Processes (SMTA Paper). airproducts.com

Tags:PCBLeiterplatteBest PracticesFertigung
Hommer Zhao

Hommer Zhao

Gründer & CEO, WellPCB

Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Elektronikfertigung leitet Hommer Zhao das Team bei WellPCB. Seine Leidenschaft: Komplexe technische Themen verständlich erklären.

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