GOLDFINGER-PCB-FERTIGUNG MIT HARTGOLDKONTAKTEN
Leiterplatten für Kartenkanten mit selektiver Hartvergoldung, definierter Fase und DFM-Review
Goldfinger-PCB-Fertigung mit Hartgold, 30-45° Fase, DFM-Review, E-Test und Serienlogik für stabile Kartenkanten und Rückwandplatinen.

Gold-Finger-PCBs sind Leiterplatten mit selektiv hartvergoldeten Steckkontakten an der Kante, die in Kartensteckern, Rückwandplatinen oder Prüfadaptern wiederholt kontaktiert werden. WellPCB fertigt solche Leiterplatten mit Kartenkante mit DFM-Review für Kontaktgeometrie, Fase, Sperrzonen, Panelisierung und Oberflächenkombination. Der wichtigste Unterschied zu einer Standard-ENIG-Leiterplatte liegt in der mechanischen Belastung: Ein Steckkontakt muss Reibung, Oxidation und wiederholte Steckzyklen tragen, während normale Lötpads nur einmal sauber benetzt werden müssen. In einem typischen RFQ für eine Industrie-Schnittstellenkarte prüfen wir deshalb nicht nur Gerber und Stackup, sondern auch Steckrichtung, gewünschte Fase, Kontaktlänge, Goldfinger-Datenlage und die Frage, ob Hartgold nur auf den Fingern oder zusätzlich auf Test- und Verschleißzonen gebraucht wird.
Leistungsmerkmale
Warum WellPCB für Goldfinger-PCB-Fertigung mit Hartgoldkontakten?
WellPCB ist für Goldfinger-PCB-Fertigung besonders dann sinnvoll, wenn Steckkontakt, Leiterplattenfinish und spätere Montage nicht getrennt bewertet werden dürfen. Viele Ausfälle entstehen durch Details, die in einfachen Preisformularen fehlen: ENIG wird fälschlich für häufig gesteckte Kontakte verwendet, die Fase passt nicht zum Steckplatz, Lötstopp oder Siebdruck reicht in die Kontaktzone, oder die galvanische Sammelschiene wird zu spät bedacht. Unser Team bewertet diese Punkte vor Produktionsstart und trennt klare Anwendungsfälle: ENIG für lötbare Flächen, selektives Hartgold für verschleißbelastete Finger. Für NPI-Teams reduziert das die Nacharbeit an Kartenkanten. Für Einkäufer wird sichtbar, warum eine Gold-Finger-Leiterplatte teurer als eine Standard-FR4-Leiterplatte ist und welche Spezifikationen wirklich kostenrelevant sind.
Unser Prozess
Unser Prozess startet mit einem DFM-Review der Goldfinger-Zone. Wir prüfen Gerber oder ODB++, Kontur, Goldfinger-Markierung, Kupferabstand zur Kante, Steckrichtung, geplante Fase und die Oberflächenstrategie für Lötpads und Kontaktflächen. Danach legen wir Panelisierung, galvanische Kontaktierung und Finish-Reihenfolge so fest, dass Hartgold nur dort landet, wo es mechanisch gebraucht wird. In der Fertigung folgen Standard-PCB-Schritte wie Bildgebung, Ätzen, Bohren, Durchkontaktierung, Lötstopp und elektrische Prüfung, ergänzt durch selektive Nickel-/Goldbeschichtung und Kantenbearbeitung. Nach der Endkontrolle bewerten wir Goldfinger, Fase, Kontur, Gratbildung, Kurzschlüsse und offene Netze. Wenn die Leiterplatte bestückt wird, stimmen wir SMT, THT oder Press-Fit-Folgeschritte mit der empfindlichen Kartenkante ab.
Relevante Standards und Referenzen
Gold plating Grundlagen zur Vergoldung und zu Hartgold-Anwendungen auf elektrischen Kontakten.
Electroless nickel immersion gold Einordnung von ENIG als Löt- und Korrosionsschutzfinish im Vergleich zu Hartgoldkontakten.
Printed circuit board Basisreferenz für Leiterplattenaufbau, Fertigungsprozesse und Kontaktstrukturen.
Produktgalerie



Anwendungsbereiche
Unser Qualitätsversprechen
Bei WellPCB setzen wir auf kompromisslose Qualität. Unsere Fertigung erfolgt strikt nach IPC-Standards. Durch unser durchgängiges ERP-System gewährleisten wir volle Rückverfolgbarkeit (Traceability) bis auf Bauteilebene.
Häufige Fragen
Wann brauche ich Hartgold statt ENIG für Gold-Finger-PCBs?
Hartgold ist sinnvoll, wenn die PCB-Kante wiederholt in einen Steckverbinder eingeführt wird oder mechanischem Abrieb ausgesetzt ist. ENIG ist plan und gut lötbar, aber für viele Steckzyklen weicher und dünn. Für eine Kartenkanten-Leiterplatte prüfen wir deshalb Steckzyklen, Kontaktkraft, Fase und Gegenstecker. Häufig wird Hartgold nur auf den Fingern genutzt, während die restlichen Lötpads ENIG, OSP oder HAL erhalten. Diese Trennung senkt Kosten und vermeidet zu dicke Goldschichten auf Lötstellen, die bei Reflow oder Handlöten ungünstige intermetallische Phasen erzeugen können.
Welche Daten benötigt WellPCB für ein Gold-Finger-PCB-Angebot?
Für ein belastbares Angebot benötigen wir Gerber oder ODB++, Bohrdaten, Konturzeichnung, Stackup, Zielmenge, die Goldfinger-Datenlage, Angaben zur Fase und eine Oberflächenvorgabe für Kontakt- und Lötbereiche. Hilfreich sind außerdem Daten zum Gegenstecker, Steckrichtung, erwarteten Steckzyklen und IPC-Zielklasse. Wenn die Leiterplatte bestückt werden soll, kommen BOM, Pick-and-Place und Bestückungszeichnung hinzu. Vollständige Daten reduzieren Rückfragen, weil Goldfinger, Panelisierung, galvanische Kontaktierung und spätere SMT-/THT-Prozesse zusammen bewertet werden müssen.
Mein Projekt braucht 200 Schnittstellenkarten für eine NPI-Serie. Ist Goldfinger-PCB-Fertigung dafür zu aufwendig?
200 Schnittstellenkarten sind ein realistisches NPI-Fenster für Gold-Finger-PCBs, wenn die mechanische Steckfunktion vor der Serie validiert werden muss. Der Aufwand entsteht weniger durch die Stückzahl als durch saubere Spezifikation: Hartgoldbereich, Fase, Lötstoppabstand, Prüfumfang und Verpackung müssen vor dem Start feststehen. Für reine Funktionsmuster ohne wiederholtes Stecken kann ENIG reichen. Für Leiterplatten, die in Steckplätzen getestet, kalibriert oder im Feld ausgetauscht werden, ist selektives Hartgold meist die robustere Wahl.
Welche Fase ist bei Gold-Finger-Leiterplatten üblich?
Viele Leiterplatten mit Kartenkante nutzen eine Fase im Bereich 30-45°, damit die Leiterplatte sauber in den Kartenstecker einführt und die Kontaktflächen nicht ausbrechen. Der genaue Winkel hängt vom Gegenstecker, der Boarddicke, der Kontaktlänge und dem mechanischen Führungskonzept ab. WellPCB prüft die Fase im DFM-Review zusammen mit Kupferabstand zur Kante, Lötstoppfreistellung und Paneltrennung. Ohne passende Fase steigt das Risiko für schwergängiges Stecken, Kontaktbeschädigung oder mechanischen Abrieb an der Goldfingerkante.
Welche Qualitätsprüfung ist bei Gold-Finger-PCBs besonders wichtig?
Wichtig sind DFM vor Produktionsstart, 100% elektrischer Test und eine optische Kontrolle der Kontaktzone nach Beschichtung und Kantenbearbeitung. Der E-Test erkennt offene Netze und Kurzschlüsse, bewertet aber nicht allein die mechanische Steckqualität. Deshalb prüfen wir zusätzlich Fase, Gratbildung, Lötstoppabstand, Kontur, sichtbare Beschädigung und die Trennung zwischen Hartgoldbereich und Lötfinish. Für anspruchsvolle Baugruppen wird die Akzeptanzlogik nach IPC-A-600 und IPC-A-610 im RFQ festgelegt.
Wann sollte ich Gold-Finger-PCB statt eines separaten Steckverbinders wählen?
Gold-Finger-PCB ist passend, wenn eine Leiterplatte direkt als steckbare Karte funktionieren soll und Bauhöhe, Teilezahl oder Servicezugang gegen einen separaten Board-to-Board-Stecker sprechen. Ein separater Steckverbinder ist besser, wenn hohe Stromlasten, starke Vibration, häufiger Feldtausch oder definierte Verriegelung wichtiger sind als flache Bauform. Die Entscheidung hängt von Steckzyklen, Kontaktkraft, Signaltyp, Boarddicke und Montageumgebung ab. WellPCB bewertet diese Punkte zusammen mit Rückwand-, PCB- und Assembly-Anforderungen.
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